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Hallo,

hier haben wir einige Informationen zum Thema Espresso zusammengetragen. Sollten Sie noch weitere Fragen oder Ergänzungen haben schreiben Sie uns: mail@stil-forum.de

Übersicht:

- Espresso
- Espresso Zubereitung
- Espresso Crema
- Espressopads, E.S.S, Pods, Servings, Senseo Pads
- Espressosorten: Arabica, Robusta
- Die Espressomaschine
- Espressomühlen: (Warum eine Mühle kaufen?)
- Espressomühlen: Scheiben- oder Kegelmahlwerk?

Espresso

Espresso ist eine Zubereitungsart von Kaffee, bei der Wasser mit hohem Druck durch sehr fein gemahlenes Kaffeemehl gepresst wird. Das Verfahren ergibt einen starken Kaffee, auf dem sich eine dichte, haselnussbraune Schaumschicht – die Crema – befindet, die zu seinem Aroma beiträgt. Durch die starke Röstung und eine typische Portionsgröße von 25 ml ist der Koffeingehalt einer Tasse Espresso jedoch geringer als der einer Tasse Filterkaffee (typischerweise 125 ml). Espresso wird in der Regel in kleinen, dickwandigen und vorgewärmten Tassen mit ca. 40 ml Fassungsvermögen serviert und gesüßt oder ungesüßt getrunken. Oft wird er mit einem Glas Wasser serviert. Espresso ist heute die häufigste Zubereitungsart für Kaffee in Südeuropa, insbesondere in Italien und Spanien.

Espresso: Zubereitung

Fehler: Mögliche Ursache
Bitterer Geschmack zu hohe Brühtemperatur, Bohnen zu fein gemahlen, Wasser zu lange durchgelaufen, zu viel Kaffeemehl
Saurer Geschmack zu saures Wasser, zu niedrige Brühtemperatur, Bohnen zu grob gemahlen, zu lange Durchlaufzeit
Fremdgeschmack schlechte Bohnenqualität, Bohnen überlagert, gechlortes Wasser, falsche Kaffeesorte
Zu wenig Aroma zu wenig Kaffeemehl, Kaffee zu alt, Bohnen zu grob gemahlen, zu viel Wasser
Zu wenig Crema Bohnen zu fein gemahlen, Kaffee zu alt, Tasse oder Maschine verunreinigt
Crema zu dunkel Bohnen zu fein gemahlen oder zu stark geröstet, Brühtemperatur zu hoch
Crema zu hell Bohnen zu alt oder zu grob gemahlen, Brühtemperatur zu niedrig
Crema hat keinen Stand Tasse kalt oder zu heiß, Wasserdruck zu niedrig

Crema (Schaum)

Crema nennt man den dichten, goldbraunen Schaum, der sich auf richtig zubereitetem Espresso bildet. Die Crema besteht aus Ölen, Proteinen und Zuckerarten und bindet einen großen Teil des Espresso-Aromas.

Während Arabica-Kaffeesorten einen milderen, edleren Geschmack entwickeln, bildet sich bei der Verwendung von Robusta-Kaffeesorten mehr Crema, daher werden häufig Espressokaffeemischungen mit einem Anteil von wenigstens 10 Prozent der billigeren Robusta-Bohnen kreiert. Darüber hinaus muss Kaffee zur Zubereitung in Espresso-Maschinen sehr fein gemahlen werden, damit sich feine Crema bildet.

Die Crema lässt durch Menge, Farbe, Dichte, und ihre Standzeit Rückschlüsse auf die Zubereitung und die Frische der Röstung zu, aber nur im Vergleich ähnlicher Mischungen. Je älter ein Kaffee, desto weniger Crema. Kaffee der zu heiß gebrüht wurde, hat meist kaum Crema, die dann dunkelbraun ist. Zu schnell oder zu kalt gebrühter oder auch zu dünner Espresso hat eine sandfarbene Crema. Espresso mit hohem Robusta-Anteil hat aber auch unter widrigsten Umständen mehr Crema als ein höherwertiger Arabica-Kaffee, selbst wenn dieser nach allen Regeln der Kunst frisch gebrüht wurde.

Billige Espressomaschinen und die meisten Kaffeevollautomaten produzieren über ein Ventil künstlich Crema, die keinen Rückschluss auf die Röstung und Zubereitung zulässt.

E.S.S, Pods, Servings, Senseo Pads

E.S.E, Espressopods:
Das ideale System für einen perfekten Espresso. Um einen richtigen perfekten italienischen Espresso herzustellen, hat sich Illy ein System ausgedacht, dass sich E.S.E. ( *E*asy *S*erving *E*spresso ) nennt. Auf deutsch bedeutet dies „Einfach servierter Espresso“.
Das E.S.E.-System wird aus zwei wichtigen Faktoren zusammengesetzt.
Der erste Faktor ist das „Kaffee-Serving“. Kaffee-Serving ist, 1 Tassen Portion Kaffee von ca. 7g, die geröstet, gemahlen, dosiert und in einem speziellem Filterpapier gepresst ist. Der zweite Faktor ist schlicht und einfach die Espressomaschine selbst.
Die Pads sind für eine Brühdauer von etwa 20 Sekunden in der entsprechenden E.S.E. fähigen Espressomaschine optimiert.

Senseo Pads:
Senseo ist das Warenzeichen eines vom Elektronikhersteller Philips (Royal Philips Electronics) entwickelten Kaffeebrühsystems zur Zubereitung von Kaffee.Der Kaffee wird in vorportionierter Form mittels so genannter Kaffeepad in das Gerät eingelegt und mit 1 bar Druck gefiltert. Durch die geringe Kontaktzeit des Wassers mit dem Kaffeepulver erreicht man einen vollmundigen Kaffee, der jedoch als Filterkaffee bezeichnet werden kann.

Espressopads sind im Gegensatz zu Kaffeepads "gepresst", dadurch muss eine Espressomaschine einen Druck von etwa 8 Bar aufbauen um Wasser durch das Pad zu drücken. Deshalb können Pads nicht in Senseomaschinen verwendet werden.

Arabica-Kaffee

Arabica-Kaffee, (Coffea arabica), auch Bergkaffee, ist die wirtschaftlich bedeutendste Art der Gattung Kaffe. Die Pflanze ist ein knapp 8 m hoch wachsender, reich beblätterter Baum. Aus den weißen Blüten bilden sich die Kaffeekirschen, in reifem Zustand meist rot gefärbte Steinfrüchte. Arabica gilt als die hochwertigste Bohne und wird daher im Anbau bevorzugt, sie wird heutzutage für Exportzwecke in den meisten tropischen Ländern in kleinen Plantagen angebaut; im Gegensatz zur hitzebeständigeren und schneller wachsenden Kaffeesorte Robusta zeichnet sich Arabica durch edleren Geschmack und deutlich geringeren Koffeingehalt aus.

Robusta-Kaffee

Robusta (lateinisch Coffea canephora) ist eine Kaffeesorte. Sie wurde im 19. Jahrhundert in Afrika entdeckt. Sie enthält im Vergleich zur Sorte Arabica doppelt soviel Koffein (Arabica 1-2%, Robusta 2-4%). Robusta wächst in Höhenlagen bis 1000 Meter und verträgt mehr Sonne, braucht also keine Schattenbäume wie der Arabica. Das schnellere Wachstum führt zu einer schlechteren Qualität. Dementsprechend sind die Weltmarktpreise deutlich unter denen von Arabica. Er wird meist trocken aufbereitet, also die ganzen Früchte mit Fruchtfleisch und Pergamenthülle werden in der Sonne getrocknet und anschließend in Schälmaschinen verarbeitet, die die eigentlichen Bohnen herausholen.

Espressomaschine

Die Espressomaschine wurde von einem Neapolitaner – der sich angeblich über die Langsamkeit der Kaffeezubereitung ärgerte – in Zusammenarbeit mit dem Mailänder Ingenieur Luigi Bezzera entwickelt, der als Erfinder der Espressomaschine gilt. Während der Prototyp bereits auf der Weltausstellung 1855 in Paris vorgestellt wurde, ging die erste Serienproduktion von Bezzera erst 1901 in die Läden Italiens und bald in alle Welt.

In der Espressomaschine wird Wasser in einem Tank oder Durchlauferhitzer (in der Regel elektrisch) auf 90–94 °C erhitzt. Da Wasser bei 94 °C (und 8 bar) nicht kocht, wird kein Dampfdruck verwendet, sondern das Wasser wird entweder mittels manuellem Handhebel oder durch Pumpendruck über einen mit (meist frisch gemahlenem) Kaffeepulver gefüllten, herausnehmbaren Metallfilter von oben gedrückt, den es unten als Espresso wieder verlässt. Der Filter wird in der Regel über einen Bajonett-Verschluss in der Espressomaschine druckfest verankert. Die bewegliche Einheit mit dem Filter nennt sich Gruppe (ital.).

Die Idee, das Wasser unter Druck durch Kaffeepulver zu pressen, wurde 1938 von Achille Gaggia zum Patent angemeldet. Anfangs war man überrascht, dass das extrahierte Getränk mit Steigerung des Drucks plötzlich eine schaumige Krone, die so genannte Crema, erhielt. Damalige Espressotrinker waren gar derart skeptisch, dass Maschinenhersteller anfangs ihren Espresso "mit natürlicher Crema" (ital: con crema naturale) anpriesen, um nicht in den Verdacht der Verwendung chemischer Zusätze zu geraten.Um zu verhindern, dass das Kaffeemehl in der Brühkammer aufgewirbelt wird und der Espresso damit zu schwach werden würde, wird das Kaffeepulver mit einem Tamper, auch Kaffeestampfer oder Espressostampfer genannt, gepresst.

Varianten:

Professionelle Espressomaschinen befinden sich in der Regel in jedem Café und haben in der gepflegten Gastronomie den Einsatz herkömmlicher Filterkaffee-Maschinen weitestgehend abgelöst. Maschinen für den Heimgebrauch sind in Deutschland in den letzten Jahren verstärkt in Mode gekommen. Man unterscheidet hier zwischen folgenden Bauweisen:

  • Kaffeevollautomaten erlauben die mehr oder weniger vollautomatische Zubereitung von Espresso auf Knopfdruck. Die Frischbrühgeräte gelten als sehr bedienerfreundlich und liefern eine Kaffeequalität, die sich bei guten Maschinen fast mit der professioneller Geräten messen kann. Allerdings erlauben sie nur eine sehr beschränkte Einflussnahme auf den Ablauf der Zubereitung und damit die Qualität des Ergebnisses. In vielen Modellen ist eine Kaffeemühle integriert, so dass jede Portion frisch gemahlen und gebrüht wird. Bei einigen Geräten kann die Brüheinheit mit einem Handgriff entnommen und gereinigt werden. Andere Maschinen erlauben eine automatische Reinigung und Entkalkung, sind jedoch u.U. anfälliger für Schimmel oder andere Reparaturkosten verursachende Verschmutzungen. Bei diesen Maschinen wird allgemein eine in Preisrelation zu hohe Störanfälligkeit und geringe Haltbarkeit bemängelt.
  • Siebträgermaschinen (oft Halbautomaten) arbeiten wie professionelle Gastronomiegeräte mit einem entnehmbaren Siebträger, der mit Kaffeemehl gefüllt und mittels eines Bajonettverschlusses im Gerät fixiert wird. Sie müssen mit einer separaten Kaffeemühle ergänzt werden, sofern der Kaffee frisch gemahlen werden soll und die Mühle in den Geräten nicht integriert ist. Bei diesen Maschinen kann der Bediener eine Vielzahl an Faktoren beeinflussen, die für die Qualität des Ergebnisses ausschlaggebend sind: Den Mahlgrad, die Menge und Stärke der Kompression des Kaffeemehls im Siebträger und die Dauer der Brühzeit. Dadurch ist es mit einiger Übung möglich, den Ablauf optimal auf die Qualität des verwendeten Kaffees auszurichten und ein besseres Ergebnis zu erreichen als mit einem Vollautomaten.
    Die meisten Siebträgermaschinen arbeiten mit einer elektrischen Pumpe zur Druckerzeugung, es sind aber auch Modelle erhältlich, die einen manuell bedienbaren Hebel dafür einsetzen (Handhebelmaschinen). Einen technologischen Durchbruch stellt die 1961 auf den Markt gekommene Faema E61 dar, deren damals neuartige Brühgruppe, erkennbar an ihrem charakteristischen verchromten, aus dem Gerät ragenden Brühkopf, selbst heute noch in vielen Espressomaschinen verwendet wird.
  • Zentrifugenmaschinen erzeugen keinen Überdruck, sondern verfügen über eine kleine Zentrifuge, in der sich das Kaffeemehl befindet, und mittels der Zentrifugalkraft vom erhitzten Wasser durchströmt wird. Diese Art der Zubereitung hat den Vorteil, dass die so arbeitenden Maschinen sehr preisgünstig herzustellen und sehr wartungsarm sind.
    Diese Maschinen erfreuen sich im untersten Preissegment einer großen Beliebtheit, da sie für sehr wenig Geld eine annehmbare Espresso-Qualität liefern. Automaten und hochwertige Siebträgermaschinen sind wegen der aufwendigen Technik zwangsläufig kostspieliger.

Warum eine Kaffeemühle kaufen?

Die Mühle ist das Werkzeug, welches am meisten unterschätzt wird.
Natürlich ist es einfacher und auch kaum teurer, gemahlenen Espresso zu kaufen, aber leider kann man bei diesem den Mahlgrad nicht mehr selbst bestimmen. Wahrscheinlich haben Sie schon oft gelesen, dass ein Espresso 20-25 Sekunden brauchen soll?! Haben Sie dies auch nur annähernd mit Ihrer Maschine zu Hause geschafft? 90 % des gemahlenen Espressos im Handel ist zu grob gemahlen und somit läuft das Wasser - egal wie fest man das Pulver auch stampft - zu schnell durch. Der Espresso wird so grob gemahlen angeboten, damit auch „schwächere“ Maschinen es schaffen das Wasser durch den Kaffee zu pumpen. Aber erst durch die richtig lange Durchlaufzeit kann sich die Crema bilden. Somit kommt man auf Dauer nicht an einer Mühle vorbei, wenn man auch zuhause Espresso mit Crema genießen möchte. Hier unsere Auswahl an Espressomühlen.

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